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Kommunikationsleitlinien, Vorschläge und Netiquette

Wir möchten mit diesem Projekt einer destruktiven Diskussionskultur entgegenwirken und wieder zurückfinden zu einer friedlichen, vielschichtigen Betrachtung von Themen innerhalb einer Gemeinschaft. Dort lauern i.d.R. keine Feinde, sondern Mitglieder, die sich mit der Registrierung und Nutzung des Forums alle demselben Ziel verpflichtet haben: einem konstruktiven Dialog. Dass dies erfahrungsgemäß nicht immer gelingt, kann überall beobachtet werden, wo öffentliche Debatten stattfinden, in Medien, "Talkshows", am Stammtisch und immer öfter auch in Internetforen.

Wir möchten einen Beitrag leisten, damit wir als Menschheitsfamilie wieder zurück finden zu einer gesunden Kultur des Miteinander, auch wenn es nicht immer dieselben Meinungen sind, die zum Ausdruck gebracht werden.

Zusammenfassung und unsere Wünsche

  • Gegenseitiger Respekt, auch und vor allem gegenüber Andersdenkenden.
  • Verstehe das Vereinsprojekt: wir üben noch oder wenden schon friedlichen Austausch an.
  • Benutze Begriffe nur, wenn die Bedeutung für andere eindeutig klar ist oder erkläre deine Worte.
  • Vermeide Kampfbegriffe und unfaire Methoden, wenn Du möchtest, dass andere gerne mit dir kommunizieren.
  • Erkenne deine Muster und wo du dich provozieren lässt. Lass' dich unterstützen von gutmeinenden Mitgliedern, dass es dir besser geht.
  • Meide destruktive Diskussionsformen und gib' diesen Mustern keine Aufmerksamkeit oder Macht.
  • Versuche andere wertfreier zu betrachten und weniger zu bekämpfen: vielleicht erfährst du etwas Neues?
  • Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob du Recht haben willst oder konstruktiven Austausch möchtest: entscheide dich! Wenn du Recht haben möchtest - welchen Sinn machen dann Dialoge?
  • Auch eine noch so feste Überzeugung hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
  • Wenn du Schwierigkeiten mit Kritik an einem Thema hast - wie genau sollte Kritik geäußert werden dürfen oder wenn gar nicht, was ist der Unterschied zur Zensur?
  • Verstehe, erkenne und vermeide Spaltung, wenn du Frieden möchtest.
  • Sei besonders achtsam bei Reizthemen, die emotional stark belegt wurden.
  • Du musst nichts tolerieren (erdulden): nutze deine Reichweitenkreise, die Gruppen und bei Bedarf die Sperrfunktion.
  • Sei wachsam und entscheide, was du mit wem teilst und wem du was von dir anvertraust.
  • Es gibt unglaublich viele Informationen und Wege, diese zu finden: wie wahrscheinlich ist es, dass alle Menschen zu denselben Bewertungen, Schlüssen und Paradigmen kommen? Wäre es nicht zielführender, gemeinsame Themen gemeinsam zu betrachten?
  • Hinweis: Im Internet wird die GROßSCHREIBUNG auch als SCHREIEN interpretiert. Es könnten somit großgeschriebene ganze Sätze als lautstarke Äußerung und somit als „unhöflich“ interpretiert werden.
  • Vermeide zur besseren Lesbarkeit unnötige viele Formatierungen, Farben und Emoticons.
  • Verstehe, erkenne und meide Indoktrination, Ideologie, Fanatismus, Propaganda und andere Steuerungsmechanismen gegen das freie Denken.
  • Traue dich (wieder), dir eine eigene Meinung zu bilden und angemessen auszudrücken.
  • Traue dich, frei zu sein und dich auch emotional frei zu entfalten und dies zu teilen!
  • Sei eigenverantwortlich, treffe Entscheidungen und lebe mit den Konsequenzen.
  • Sehe das Ganze.

Klärung der Begriffe

„Wenn die Begriffe nicht stimmen, dann ist das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte.
Wenn das, was gesagt wird, nicht das Gemeinte ist, dann sind auch die Taten nicht in Ordnung.
Wenn die Taten nicht in Ordnung sind, dann verderben die Sitten.
Wenn die Sitten verderben, dann wird die Justiz überfordert.
Wenn die Justiz überfordert wird, dann weiß das Volk nicht, wohin es sich wenden soll.
Deshalb achte man darauf, dass die Begriffe stimmen.
Das ist das Wichtigste von allem.“

- Konfuzius, chinesischer Philosoph, 551 - 479 v. Chr.

Wir leben in einer Zeit, in der Begriffe und deren Bedeutung starken Veränderungen unterworfen werden. Was vor einigen Jahren noch galt, kann nun einem völlig anderen Bezugsrahmen zugeordnet werden. Diese neuen Definitionen werden stark geprägt von Politik, Medien und "Big Tech" wie Google, YouTube, Amazon, facebook, die bestimmte Begriffe entweder stark umdeuten oder deren ursprüngliche Bedeutung ausweiten oder ins Gegenteil verkehren. George Orwell hat diese Methode in seinem Roman "1984" als "Neusprech" beschrieben: Krieg ist Frieden, Propaganda ist Wahrheit, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke uvam.

An dieser Stelle wollen wir bewusst auf diese Neudeutungen hinweisen und um der Klarheit willen definieren, welche Begriffe wir welchen ursprünglichen Bedeutungen zuordnen - ohne Anspruch auf Wahrheit. Darüber hinaus möchten wir aufklären über bestimmte Diskussionsformen und -methoden, wie sie in Internetforen weit verbreitet sind. Dies soll es für die Mitglieder vereinfachen, sich in der Begegnung mit anderen im Forum auf angenehme Art zu verständigen und bestimmte Fallen wie Provokationen und Missverständnisse zu vermeiden und Konflikte aufzulösen. Dabei ist es freigestellt, welche jeweils eigenen Bedeutungen die Begriffe für Mitglieder haben. Die Bedeutungen hier geben also nicht vor, was grundsätzlich "richtig" oder "falsch" ist, sondern sollen als Referenz dienen, um z.B. moderative Eingriffe nachvollziehbar zu machen. Denn wenn Begriffe in völlig unterschiedlichen Bedeutungen verwendet werden, wird es Missverständnisse geben, die nicht zu einer gesunden Diskussionskultur beitragen. Daher kann es hilfreich sein zu hinterfragen, was genau mit einem verwendeten Begriff gemeint ist: wird er lediglich als Kampfbegriff verwendet oder meint der Nutzer etwas sehr bestimmtes, was dem Adressaten nicht bekannt war?

Grundlage könnte hierbei der Duden sein, der zu diesem Zweck entwickelt wurde. Hiervon abweichende Definitionen sollten immer beschrieben werden, damit Verstehen möglich ist. Sprache darf sich verändern - aber wer entscheidet das?

Der Vereinszweck

Wir möchten alle Mitglieder besonders darauf hinweisen, dass die Vereinsziele (§2 der Statuten) u.a. friedlicher Austausch und Respekt vor anderen sind. Ziel des Vereinsprojektes ist eine angemessene Kommunikation.

Es kann durchaus geschehen, dass sich in der gemeinsamen Auseinandersetzung zu bestimmten Reizthemen die Gemüter erhitzen. Der Verein bietet als Betreiber diese Plattform an, um im Rahmen des Vereinsprojektes zu lernen, friedlich zu kommunizieren. Ziel ist jedoch ausdrücklich nicht eine Einheitsmeinung, sondern ein Angebot für Meinungsvielfalt!

Sollten Mitglieder sich dazu hinreißen lassen, sich nicht friedlich angemessen zu begegnen und daraus Streit entstehen, so gehört dies zum Lernen der Mitglieder, die die Statuten mit der Registrierung akzeptiert haben. Daraus folgt, dass Streitigkeiten vereinsintern - also nicht-öffentlich - gelöst werden. Eine öffentliche Ehrenbeleidigung im Sinne § 115 Strafgesetzbuch (StGB) liegt nicht vor. Ebenso bestehen keine Beseitigungs- und Unterlassungsansprüche sowie Auskunftsansprüche oder Schadenersatz. Begründung: Ziel dieses Vereinsprojektes ist die Erforschung und das Erlernen von friedlicher und achtsamer Kommunikation im Internet. Die Mitglieder sind angehalten, dies zu befolgen und zu üben. Fehler sind in dieser Übung im Rahmen der Erforschung nicht gänzlich ausgeschlossen. Destruktive Kommunikation wie Beleidigungen, Trolling, Diffamierung, Manipulation, unfaire Methoden wie Strohmannargumente (Definition auf wikipedia) oder Rechthaberei sind keine Kultur, die wir hier gerne sehen.

Mitglieder, die diesem Forum beitreten, wissen um die Möglichkeit einer kommunikativen Entgleisung und verpflichten sich, alles daran zu setzen, dies zu verhindern oder auszugleichen. Ziel ist das Erlernen und die Anwendung einer friedlichen Kommunikation und Konfliktlösung. Wichtig: Beleidigungen, Spott, Drohungen, Beschimpfungen, Verleumdung, üble Nachrede und andere Verletzungen der Persönlichkeit sind nicht gestattet und können zum Ausschluss der Mitgliedschaft führen. Ein Rechtsanspruch auf Schadenersatz besteht nicht.

Wahrheit, wahrgenommene Realität und Wirklichkeit

"Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen."
- George Orwell, 1903 - 1950, englischer Schriftsteller und Journalist

Es ist in Wissenschaft und Philosophie umstritten, ob es überhaupt eine objektive Wahrheit geben kann. Es wird die Auffassung vertreten, dass eine Wahrheit je nach Betrachtung unterschiedlich ausfallen bzw. wahrgenommen werden kann. So vertreten manche philosophische Sichten die Auffassung, niemand könne mit Bestimmtheit belegen, was die eine Wahrheit ist - so sie denn überhaupt existiert. Der Duden hingegen schreibt: "a) das Wahrsein; die Übereinstimmung einer Aussage mit der Sache, über die sie gemacht wird; Richtigkeit; b) wirklicher, wahrer Sachverhalt, Tatbestand; 2. Erkenntnis (als Spiegelbild der Wirklichkeit), Lehre des Wahren (1a)". Was stimmt nun oder meint es alles Dasselbe?

Es mag daher möglicherweise entspannter sein, von Realität oder individuell empfundener Wirklichkeit zu sprechen, von denen es beliebig viele geben kann und darf. Da nach der Philosophie des Konstruktivismus jeder seine eigene Wirklichkeit erschafft (konstruiert), ist es nicht erforderlich, gegen andere Überzeugungen zu kämpfen. Beispiel: ob die Erde nun rund, eckig, hohl oder flach ist, kann man durchaus besprechen, ohne andere Ideen oder anders denkende Mitglieder abzuwerten. Eine Abwertung anders meinender schwächt meistens den eigenen Standpunkt - oder bedroht Wahrheit andere Standpunkte?

Spaltung, Grenzen und Abgrenzung

Die Gesellschaft wird derzeit zunehmend gespalten. Dies geschieht mit den Methoden

  1. der Bildung einer Gruppenidentität
  2. Herausstellen von Unterschieden
  3. Aufzeigen von Defiziten
  4. Erzeugen von Feindbildern
  5. Schuldzuweisungen
  6. Bekämpfen von Problemen außerhalb des eigenen Wirkungskreises

Weitere Methoden sind der Einsatz von Kampfbegriffen und Reizworten, die durch "Framing" (s.u.) entsprechend aufgeladen wurden.

Wir können beobachten, dass Spaltungen aufgebaut werden bezüglich Rasse, Religion, Kultur, Geschlecht, politischer Einstellung und bestimmten Weltanschauungen.

Aber ist die Insel nicht auch "abgespalten" vom "Rest der Welt"? Sind Gruppen nicht auch schon Spaltungen? Ist es Spaltung, wenn man bestimmte Mitglieder blockiert? An dieser Stelle kommen wir nicht umhin, "Grenzen" zu betrachten.

Eine Grenze definiert einen Bereich, der sich von anderen Einflüssen und Interaktionen abgrenzt.
Ist das gesund? Ja, denn das Leben an sich basiert darauf: unser Planet ist abgegrenzt vom Kosmos, das Meer vom Land, Zellen haben Zellwände, Lebewesen haben ein Vitalfeld, es gibt die Blut-Hirn-Schranke und die Trennung bzw. Aufteilung in Speise- und Luftröhre. In der Natur gibt es verschiedene Biotope und Rückzugsräume, Nester und Höhlen. Fuchs und Hase teilen sich nicht denselben Bau.

Worin besteht nun der Unterschied zwischen (gesunder) Abgrenzung und Spaltung? Welche Motive gibt es jeweils und wer initiiert das? Aus unserer Sicht besteht der Hauptunterschied in der Selbstbestimmung: Unser Körper grenzt sich weitgehend ab vor Viren, Bakterien und Parasiten. Ein Tresor schützt Werte vor Dieben. Eine Burg ihre Bewohner vor Feinden. Man wählt sich passende Partner, andere nicht. Ein ungebetener Gast, der auf einem romantischen Candlelight-Dinner auf dem Tisch tanzen möchte, würde damit vermutlich Grenzen überschreiten. In diesem Zusammenhang stellt sich nebenbei die Frage, wohin eine "grenzenlose" Welt führen würde?

Spaltung hingegen sehen wir als eine von außen hervorgerufene, künstliche Trennung bzw. Aufspaltung von Elementen, die eigentlich zusammengehören. Andererseits gibt es unterschiedliche Zugehörigkeiten, Geschlechter, Ethnien, Weltanschauungen, die eigene Abgrenzungen definieren - aber müssen und wollen Menschen sich deswegen verfeinden? Eine gesunde Abgrenzung ist nicht an der Beseitigung oder Bekämpfung der Anderen interessiert, eine Spaltung schon. Abgrenzung ist für, Spaltung gegen. Abgrenzung schützt und wird generiert aus sich selbst heraus (Immunsystem), Spaltung benötigt externe Energie und Initiatoren (Atomspaltung, Holzspaltung und Spaltung der Gesellschaft). Das uralte und hochaktuelle Prinzip von "teile (spalte) und herrsche" beruht auf Spaltung.

Um einen Raum zu erschaffen, in dem spirituelles, freundliches Miteinander möglich ist, muss es machbar sein diesen zu schützen. Spaltung trennt etwas, was zusammengehört und vorher zusammen war. Abgrenzung dient einem Ganzen, um Spaltung zu vermeiden bzw. etwas in seiner speziellen Qualität zu erhalten. Dabei ist es wünschenswert, so wenig wie möglich an Abgrenzung einzusetzen, aber soviel wie nötig, um Wünschenswertes schützen zu können. Wir bitten alle, diesen fragilen Balanceakt zu stabilisieren.

Mitglieder dieser Plattform möchten wir darauf hinweisen, dass bestimmte Reizthemen geeignet sind, eine aufgebaute Spaltung noch zu verstärken. Um solche Themen zu besprechen mit dem Ziel einer gemeinsamen Lösung, ist Spaltung kein geeignetes Mittel, da es niemals zur Auflösung von Konflikten führen kann. Die Fronten werden in aller Regel noch verhärtet.

Hilfreicher dagegen sind Sachargumente, die man zusammen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und auf ihre Substanz hin untersuchen kann. Der verantwortungsvolle Umgang mit Emotionen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Diese Herangehensweise eignet sich, um für bestimmte Themen in einem friedlichen Austausch Lösungen zu entwickeln. Anders formuliert: solange die Spaltung nicht als Hauptproblem zunächst erkannt und aufgelöst wird, macht es wenig Sinn, sich zu streiten.

Die Framing Methode - einen Definitionsrahmen vorgeben

Als Frame bezeichnet man den Deutungsrahmen, den jemand für seine Geschichte wählt. Wenn er also einen negativen Eindruck erzeugen will, dann nimmt er einen Rahmen, der bereits negativ konnotiert ist und stellt einen Bezug her. Dadurch soll beim Gegenüber oder Beobachter die Assoziation geweckt werden, dass die zu diffamierende These Unsinn sei, und dass man sich erst gar nicht damit weiter auseinanderzusetzen braucht. Siehe auch das Beispiel der sog. "Hassrede" weiter unten.

Man schafft also mit dem negativen Frame einen negativen Kontext, der vor allem jene irritiert, die diesen rhetorischen Trick mit dem Frame noch nicht kennen. Es geht in diesem Fall darum, unliebsame Kritik zu vereiteln. Dieser Effekt zeigt, welche Bedeutung die Einbettung von Informationen für eine Entscheidung oder Meinung haben.

In politischen Debatten und Ideologien sind weniger Fakten, sondern gedankliche Deutungsrahmen entscheidend, die in der kognitiven Wissenschaft Frames genannt werden. Sie sind es, die den Fakten erst Bedeutung verleihen. Mit dieser Methode lässt sich leicht manipulieren: sie führt häufig zu einseitigen Meinungen, da nicht Fakten, sondern ausgewählte Emotionen zur Meinungsbildung herangezogen werden.

Eine Sonderform bildet das sog. Strohmann-Argument (Definition auf wikipedia). Diese unfaire Diskussionsform wird gebeten zu unterlassen, da sie nicht das Vereinsziel des friedlichen Austausches unterstützt.

Diskussionen: Recht haben oder ergebnisoffener Austausch?

Es gibt grundsätzlich nur zwei verschiedene Herangehensweisen (Haltungen) des Austausches zu einem Thema:

  1. man möchte um jeden Preis seine Überzeugung gegen eine andere durchdrücken (die andere Meinung ist dabei irrelevant)
    oder
  2. man ist ergebnisoffen interessiert an anderen Sichtweisen, um möglicherweise seine eigene Überzeugung zu aktualisieren.

Interessanterweise können wir beobachten, dass in Diskussionsforen bei bestimmten Reizthemen nahezu ausschließlich die erste Herangehensweise gewählt wird. In diesem Fall möchten also eine oder beide (Streit)Parteien unbedingt ihre Überzeugung behalten und den anderen dazu bringen, dass er dieselbe ebenso vertritt. Es findet kein aufmerksames Zuhören statt, keine inhaltliche Auseinandersetzung, es wird nur gesendet, nicht empfangen: hier geht es also nicht darum, Argumente zu widerlegen, sondern den "Gegner" zum Schweigen zu bringen.

In Folge werden fremde Argumente nicht in der Sache betrachtet, sondern Ziel ist deren Entwertung mit allen Mitteln. Strukturelle Gewalt. Das hat noch niemals funktioniert und wird es auch nie. In dieser Variante werden alle Methoden, auch unfaire, eingesetzt, um den ausgemachten Diskussionsgegner in seinem Standpunkt zu schwächen, zu diffamieren, zu demontieren. Wichtig: Es geht hierbei NICHT um die Inhalte! Daher wird es auch niemals eine Einigung oder Veränderung der Sichtweisen geben. Das Ergebnis: gegenseitige Abwertungen, Unfrieden, Verhärtung, destruktive Energie, Verletzung, Krieg.

Diese Art der Diskussion ist so als bloßer Machtkampf vollständig sinnentleert, da es nur darum geht, wer lauter schreit und die besseren Waffen einsetzen kann. Der Inhalt ist bedeutungslos. Ein rhetorischer Schlagabtausch als Selbstzweck. Diese Variante scheidet daher aus, wenn man sich in ein Diskussionsforum begibt, dessen Ziel in konstruktivem Austausch, Klärung oder Erweiterung des eigenen Standpunktes liegt.

Aus dieser Betrachtung erfolgt, dass nur die zweite Herangehensweise sinnvoll ist - sofern man an den besprochenen Inhalten interessiert und bereit ist, gegenseitig zuzuhören, gemeinsam zu reflektieren und Lösungen im konstruktiven Austausch zu finden. Der oder die Gesprächspartner werden nicht als zu bekämpfende Feinde betrachtet, sondern als weitere Informationsquelle, Sichtweisenlieferanten, Paradigmenwechsler, die inspirieren können, aber nicht müssen. Voraussetzung dafür ist, dass Bereitschaft besteht, das eigene Weltbild zu hinterfragen. Dazu braucht es Mut und Bewusstsein. Dies fällt leichter, wenn das eigene Wohlergehen nicht ausschließlich gekoppelt ist an die eigene Meinung. Eine hilfreiche Haltung ist eine phänomenologische Betrachtung ohne Bewertung und Anhaftung in der Sache. Wie ein Kind, das staunend erforscht: "hilf' mir, zu verstehen ... aha, so siehst du das ...". Andere Meinungen dürfen unbedroht neben der eigenen bestehen und sich ebenso entfalten. Wozu würde ein in sich ruhender Mensch Bestätigung seiner ureigenen Denkweise und Ansichten von außen brauchen? Ist er interessierst an der Erweiterung seines Horizontes?

Wichtig: es geht uns nicht um einen erzwungenen, verordneten und damit verkrampften, unauthentischen, reibungslosen Austausch. Eine gesunde Streitkultur ist ebenso willkommen! Es muss auch niemand GfK anwenden. Wir favorisieren lediglich konstruktive Auseinandersetzung anstelle eines destruktiven Gegeneinanders. Weshalb? Weil konstruktive Auseinandersetzung auf einem vielgestaltigen Miteinander gründet und dieses fördert. Destruktive Auseinandersetzung im oben beschriebenen Sinn zerstört das Miteinander. Zerstörung ist unattraktiv für die meisten Mitglieder und widerspricht den Vereinszielen.

Nachrichten, Information und Desinformation: Falschnachrichten (engl. "Fake News") oder Fakten?

Das Wort "Nachricht" hat laut Duden folgende Herkunft: "seit dem 17. Jahrhundert für älter Nachrichtung = das, wonach man sich zu richten hat, Anweisung, dann: Mitteilung (die Anweisungen enthält), Botschaft; Neuigkeit." Auch könnte man "Nachrichten" verstehen, als ein Geschehen nachzurichten, also etwas im Anschluss im Narrativ in eine bestimmte Richtung zu korrigieren. Mit diesem Vorwurf sieht sich seit geraumer Zeit ein Teil der Medien konfrontiert.

Ungeachtet der Tatsache, dass es nicht immer eindeutig ist festzustellen, welche Informationen wahr oder unzutreffend sind, werden Zuschreibungen von "falschen Nachrichten" oft als Scheinargument verwendet, um die eigene Sichtweise - unabhängig von der eigentlichen Sachargumentation - durchzusetzen.

Wir laden ein, dies bei Dialogen zu beachten, da der Kampfbegriff "fake news" in aller Regel spaltet und nicht geeignet scheint, eine gemeinsame Sicht zu finden. Da überzeugt es den wachen Geist auch nicht, wenn ein "selbsternannter Experte" etwas als "Fake" bewertet. Eine faktenbasierte Diskussion mit nachvollziehbaren Quellen kann ebenso wie eine sachliche Kritik an Gegenargumenten oft mehr bewirken.

Wann ist etwas Fakt?

Nicht alles, was als Fakt gilt, können wir selbständig nachprüfen: wie weit ist die Sonne von der Erde entfernt? Wie hat sich das Klima weltweit in den letzten 100.000 Jahren entwickelt? Wie viele Menschen leben in Südamerika? Es gibt jedoch so etwas wie "belegbare" oder "recherchierbare" Daten, auch wenn wir diese nicht direkt nachprüfen können. Alles, was wir nicht selbst nachprüfen oder mit Gewissheit selbst erlebt haben, bleibt so eine Information aus zweiter Hand.

Dann gibt es Behauptungen, die von bestimmten Meinungsbildnern gerne als Fakten deklariert werden, sich aber bei genauerer Betrachtung als unbelegt herausstellen: z.B., dass sich die Wissenschaft einig sei über die menschengemachten Auswirkungen auf das Klima oder dass Impfungen immer Krankheiten verhindern. Auch sog. "Faktenchecker" oder "Experten" oder "ungenannte Informationsquellen" können sich irren. Hier wird die Wortbedeutung "Fakt" missbraucht um eine Meinung als "wahr" und unangreifbar darzustellen. Dazu zählen auch Verallgemeinerungen: "Alle [Zugehörige einer Gruppe] sind [Zuschreibung]" oder "es ist offenkundig, dass ..." oder "wie jeder weiß, ...".

Wie kann man nun herausfinden, ob eine bestimmte Behauptung Fakt ist oder nicht, wenn man bestimmte Thesen gar nicht überprüfen kann?

Eine mögliche Herangehensweise ist, eine Meldung oder Information zu vergleichen mit anderen, kontroversen zum selben Thema: was meint die Gegenseite? Welche Position vertritt sie? Welche Quellen liefert sie? Wenn nur ein bestimmter Kontext betrachtet wird oder andere Fakten weggelassen oder geleugnet werden (Framing), dann lässt sich Manipulation vermuten. Eine weitere bekannte Methode ist die Frage nach dem Nutzen (Cui bono?  - wem zum Vorteil?): wer könnte welche Interessen und Vorteile davon haben, dass diese Information (nicht) verbreitet wird? Sind es große finanzielle oder Machtinteressen, so könnte die Glaubwürdigkeit der Information hinterfragt werden.

Öffentliche Debatten

Oft finden wir andere, postfaktische Vorschläge zu Herangehensweisen. Folgendes Beispiel zum Spaltungsthema "Klimawandel" zeigt deutlich, welche Debattenkultur derzeit üblich ist, heute.at berichtet: "Zahlen, Daten, Fakten stehen nicht immer an erster Stelle, vor allem dann nicht, wenn es darum geht, Menschen zum Umdenken und Handeln zu bewegen." und "Man braucht niemandem mehr erklären, dass der Klimawandel bereits stattfindet, das weiß inzwischen jeder. Die Herausforderung besteht also nicht darin Bewusstsein zu schaffen, sondern zum Handeln zu bewegen."

Es wird also abgeraten, gemeinsam rational faktenbasiert zu hinterfragen, z.B. welche tatsächliche Rolle der menschenverursachte Anteil von CO2 auf der Erde spielt, welchen Einfluss die Sonnenaktivität, Abholzung von Regenwäldern, das Geo-Engeneering hat. Es wird gleich zu (irgend)einer Handlung aufgerufen. Jeder wisse, dass der Klimawandel stattfindet - oder können wir tatsächlich nur das Wetter beobachten? Aber was ist mit einer neutralen, rationalen Ursachenbetrachtung? Wären folgende Fragen nicht vor Umdenken oder Handlungen zu klären:

  • Ist der Klimawandel überhaupt (un)natürlich und von uns zu verändern?
  • Ist ein wärmeres oder kälteres Klima "normal"?
  • Was hat ein möglicher Klimawandel überhaupt mit Handlungen zu tun?
  • Ist CO2 giftig - oder lebenswichtige Pflanzennahrung, die mehr Grün produziert?
  • Besteht überhaupt eine Korrelation zwischen Temperatur und CO2?
  • Wie steht es um CO2-Zertifikatshandel und wie genau soll eine CO2-Steuer das Klima retten?
  • Welche Ursachen führen zu einer Erwärmung des Klimas?
  • Mit welchen Parametern wurden diese Computerprogramme gefüttert, damit sie eben diese Modellergebnisse hervorbringen ("das Überleben der Zivilisation ist gefährdet") und sind diese Parameter hinreichend? Welchen Einfluss haben z.B. Messungenauigkeiten oder andere legitime Annahmen?
  • Was ist der Unterschied zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Annahmen und Vermutungen?
  • Wieso ist die Wissenschaft gespalten in Befürworter und Kritiker der Klima-Modelle des Weltklimarates (IPCC)?
  • Welche Rolle spielen hier Poltik, Wirtschaft, Wissenschaft, die UN, die IPCC und die Leitmedien?

Wo bleibt das eigene klare Denken? Ist das nicht erwünscht? Wo sind öffentliche Debatten, die dieses Thema ausgewogen betrachten, so dass sich jede/r eine eigene Meinung bilden kann? Wie kann Kritik schaden? Wer entscheidet, was wir meinen sollen?

Umgang mit Reizthemen

Es gibt Themen, die seit einiger Zeit entweder gar nicht mehr kontrovers oder nur emotional bewegt in der Öffentlichkeit einseitig betrachtet werden. Dazu gehören u.a.

  • Klimawandel
  • Migration
  • politische Haltung ("links" oder "rechts")
  • Geschlechterrollen
  • Verschwörungen
  • Religion und Kultur
  • Impfungen

Der öffentliche Diskurs wird in der Regel geprägt durch unsaubere Sprache (falsche Verwendung von Begriffen) und unfairen rhetorischen Methoden sowie unbelegten Behauptungen, Desinformation, Halbwahrheiten, Kontextverschiebungen - und Einsatz aggressiver Sprache in beiden "Lagern". Sachliche Betrachtungen werden meist verdrängt von emotionalem, teils irrationalem Verhalten. Das Ergebnis ist Verwirrung, Spaltung und Krieg.

Häufig werden in diesem Zusammenhang Kampfbegriffe eingesetzt, wie z.B.

  • "Klimaleugner" vs. "Klimahysteriker"
  • "Asyltourismus" vs. "Rassisten" / "Nazis"
  • "Grünversiffte Gutmenschen" vs. "Dunkeldeutsche Wutbürger"
  • "sexistische alte, weiße Männer" vs. "Gendergaga"
  • "Aluhutträger" vs. "Schlafschafe"

Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass diese Begriffe verwirren, verdrehen und nicht zu einer Klärung beitragen können, sondern meist zum Schaden des "Diskussionsgegners" eingesetzt werden. Wie genau definiert man "Gutmensch", was genau ist mit "Nazi" gemeint? Erschwerend kommt hinzu, dass es nunmehr nur noch eine politisch opportune Meinung zu geben scheint, medial gestützt, die man öffentlich äußern darf, ohne durch strukturelle Gewalt bedroht zu werden.

"Es kann nur eine legitime Einstellung geben!"

Es gab immer wieder Ideen über Erhöhung der eigenen Überzeugung. Die ursprüngliche Bewegung der sog. 68er gipfelte später teilweise in politischem Extremismus und mörderischer Gewalt. Während der chinesischen Kulturrevolution wurden im vermeintlichen Klassenkampf mehrere hunderttausend Menschen ermordet. Diese und andere Bewegungen hatten gemeinsam die ideologische Überzeugung, dass Gewalt ein legitimes Mittel sei, wenn es nur für die "richtige" Sache geschieht. Dem voraus gegangen war jeweils eine Spaltung der Gesellschaft.

Aus unserer Sicht ist eine Meinungsvielfalt Grundlage einer gesunden (Streit)Kultur und sollte auch in der Öffentlichkeit kontrovers besprochen werden können ohne subtil oder offen unter Druck gesetzt zu werden. Auch Kritikäußerung gehört aus unserer Sicht zu einer aufgeklärten, freien Gesellschaft.

Es wird heutzutage medial-öffentlich gerne gesehen und ist politisch die einzige "richtige" Einstellung,

  • wenn man die Idee des menschengemachten Klimawandels unreflektiert ernst nimmt und entsprechend handelt (sonst: "Umweltsünder" oder "Klimamörder")
  • wenn man bedingungslos offenen Grenzen zustimmt (sonst: "Rassist")
  • nur bestimmte Parteien zu wählen und den amtierenden Präsidenten der USA abzuwerten (sonst: "Rechtspopulist", "Nazi")
  • wenn beliebige Geschlechterdefinitionen anerkannt und gefördert werden, Sprachgenderung (sonst: "Sexist")
  • sich zu distanzieren von bestimmten politischen oder weltanschaulichen Untersuchungen möglicher Verschwörungen (sonst: "weltfremder Spinner")

Wichtig: es geht in dieser Betrachtung nicht darum, welche Inhalte und Meinungen in der Sache "richtiger" sind, sondern nur um die Betrachtung von Vorgaben eines Meinungs- und Gedankenkorridors. Diese Vorgaben spalten die Gesellschaft in "gute" und "schlechte" Menschen mit entsprechenden Konsequenzen. Kann eine sachliche Auseinandersetzung und berechtigte Kritik öffentlich betrachtet werden? Wenn ja - wie genau darf Kritik formuliert werden? Inwieweit bestehen schon gedankliche Barrieren durch diese Vorgaben? Eine Meinung darf möglicherweise öffentlich geäußert werden, aber wie fühlt sich das an, eine unterschiedliche Meinung mitzuteilen? Was sind die gesellschaftlichen und persönlichen Konsequenzen, wenn z.B. - wieder am Beispiel des "Klimawandels" - die taz fragt "Warum leugnen Rechtspopulisten die Erderwärmung"?

Die Spaltung in "richtige und falsche Meinungen" wird noch verstärkt über öffentlich wirksame Aussagen und sogar Workshops, man solle nicht mit denen reden, die eine andere Meinung vertreten: "Das Vertrauen in unsere Theorien darf nicht durch eine kritische Meldung verloren gehen". Also gefährden kritischen Fragen bestimmte Überzeugungen? Klimawandel als Religion untersucht das Eike-Institut.

Diese Polarisierung von "es gibt nur eine legitime Meinung" (=unsere), alle anderen sind "falsch", werden verfolgt, dürfen eigentlich auch gar nicht gedacht werden und schon gar nicht öffentlich mitgeteilt werden (=Redeverbot?), halten wir für sehr bedenklich. Wird die Meinungsvielfalt unterdrückt, so entsteht Aggression, die wiederum Spaltung verstärkt und keine friedliche Lösung unterstützt. Wenn Dialoge explizit und öffentlich verhindert werden sollen, dann sind das Eingriffe in ein freiheitliches System. Wenn es keinen Dialog gibt, kann kein Frieden entstehen.

Was ist eine Meinung und wie kann ich diese angemessen bei Reizthemen vertreten?

Man kann die Auffassung vertreten, dass die Aussage "Ich bin der Meinung, Luft ist schwerer als Wasser" gar keine Meinung darstellt, sondern schlicht eine falsche Aussage ist. Zur Vereinfachung im Begriffsdschungel möchten wir dies aber in unserem Sprachgebrauch als "Meinung" gelten lassen, sonst wird's noch komplizierter :-)

Vera F. Birkenbihl unterschied ihre Sprachschöpfung "Anderung" von "Meinung":

Mein-ung ist meine Überzeugung, die in mir selbst entstand, die auf meinen eigenen Recherchen und Überlegungen basiert. "Anderung" hingegen ist eine Überzeugung, die ich übernommen, gelesen, gesehen, gehört oder "aufgeschnappt" habe in Schule, von Eltern, von Medien, eben von Anderen. Die meisten "Meinungen" entpuppen sich so als "Anderungen": wir sind oft angewiesen auf Informationen, die wir selbst gar nicht so einfach recherchieren können. Beispiel: Wir kennen i.d.R. keine internationalen Staatsoberhäupter und können sie folglich auch nur eingeschränkt beurteilen: über das, was andere vorgeben, meinen oder über eigene Primärquellen wie original Reden, recherchierbare Leistungen und Verfehlungen etc. Auch globale Messwerte von Temperaturen auf der Erde oder die Oberflächentemperatur von Venus und Mars sind schwer von uns belegbar.

Die Aufgabe besteht also darin, Informationen zu beschaffen und zu bewerten nach Glaubwürdigkeit und Schlüssigkeit und diese in unseren eigenen Wertekontext einzuordnen. So entsteht in uns die Idee darüber, was "wahr" oder "unwahr" ist. Wenn wir dann allerdings die Überzeugung haben, dass es nur (m)eine "Wahrheit" oder Sichtweise geben darf und andere Überzeugungen unser aktuelles Weltbild bedrohen, entsteht ein Krieg um die vermeintlich einzig wahre Sichtweise.

Damit auch emotional besetzte Themen und verschiedene Sichtweisen besprochen werden können, kann die Sprache aus der Ich-Perspektive vom anders-Meinenden leichter gehört werden und muss nicht sofort abgewehrt werden.

Beispiel Reizthema "Klimawandel":

"Die Ideologie eines menschengemachten Klimawandels ist eine Lüge!"
Diese allgemeingültig formulierte Wertung wird als Behauptung eher auf Widerstände stoßen, da sie keine andere Sichtweise zulässt.

Die folgende, als eigene Meinung formulierte These wird leichter zu einem konstruktiven Austausch führen können:
"Mir ist ein gesunder Planet und eine saubere Natur wichtig. Ich komme nach Auswertung von Informationen, die ich aus verschiedenen Quellen zusammengestellt habe jedoch zu der Auffassung, dass ich starke Zweifel an der Theorie des menschengemachten Klimawandels habe."

Anschließend könnten verschiedene kontroverse Informationen gemeinsam untersucht werden. Das gemeinsame Ziel ist, dass wir uns einen sauberen und gesunden Planeten wünschen und bereit sind, dafür etwas zu tun. Es besteht kein Grund, gegeneinander zu kämpfen. Man ist interessiert an vielfältigen Informationen, um diese entsprechend auszuwerten und sich dann eine eigene Meinung bilden zu können.

Beispiel Reizthema "Ernährung":

"Wer sich nicht vegan ernährt, ist ein Tiermörder!". Dieser Angriff wird Empfindlichkeiten auslösen können.

"Ich bin überzeugter Veganer, nachdem ich meinen Körper beobachtet habe, verschiedene Ernährungskonzepte und die menschliche Physiologie studiert habe. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Menschen meine Überzeugung teilen würden, dann gäbe es aus meiner Sicht weniger Leid auf diesem Planeten."
Diese Meinung wird i.d.R. nicht als Angriff empfunden, da sie sachlich vorgetragen und begründet wird und lädt ein, nachdenklich zu werden. Sie lässt außerdem offen, dass Andere zu anderen Auffassungen kommen können.

Wie steht es nun aber mit starken Emotionen?

Nicht immer muss es sachlich sein. Auch der emotionale Ausdruck hat Platz in konstruktivem Austausch.

Beispiel Reizthema "Religion":
"Ich finde es gruselig, wenn eine Religion, Ideologie oder Institution mir meine Kleidung vorschreibt! Da würde ich mich in meinem Ausdruck eingeschränkt fühlen." Diese Mitteilung halten wir für angemessen, da sie von einer eigenen Überzeugung und Befindlichkeit aus der Ich-Perspektive berichtet. Es lässt zudem offen, ob jemand anderes sich mit einer Kleidungsvorgabe durchaus wohlfühlen darf.

Nicht geeignet scheint uns diese Formulierung: "Wie kann man nur freiwillig seine freie Individualität aufgeben und sich einer Kleiderordnung unterwerfen?" Auch wenn diese Äußerung noch von der Meinungsfreiheit gedeckt sein mag, so wird sie vermutlich eher provokativ empfunden werden und zu entsprechenden Antworten führen, die eine Spaltung fördern. Sie enthält Unterstellungen, Ablehnung und Abwertung gegenüber den Menschen, die das anders sehen und leben. Allerdings ist diese geäußerte Meinung auch kein zwingender Grund, um sich angegriffen zu fühlen. Man könnte ja durchaus die souveräne Haltung vertreten: "Was stört es die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt?"

Anderes Beispiel: "Ich HASSE Weißwürste! Mir wird einfach nur schlecht, wenn ich nur daran denke! *Würg!!!"
Aus unserer Sicht ist dieser sprachliche Ausdruck absolut in Ordnung. Jemand teilt sich mit in seinem Leiden. Andere können daran teilhaben oder eben nicht.

Schwieriger scheint uns hingegen folgende Formulierung: "Ich HASSE alle Weißwurst-Esser!". Hier wird eine stark abwertende Haltung gegenüber anderen Menschen offenbar. Allerdings sind wir der Auffassung, dass es sich auch hier um eine Meinungsäußerung handelt, wenngleich diese auch angreifend interpretiert werden könnte. Streng genommen teilt der Schreibende allerdings hier nur seine (abwertende) Meinung mit. Er mag keine bzw. hasst Weißwurst-essende Leute, so können wir lesen. Aber inwiefern betrifft diese emotionale Äußerung überhaupt diejenigen, die gerne Weißwürste essen?

Folgende Formulierungen halten wir hingegen nicht für geeignet:
die direkte Beleidigung "Du Scheiß Weißwurst-Esser!" oder die allgemeine Bedrohung "Man sollte jedem Weißwurstesser die Wurst aus ihm rausprügeln!" oder die direkte Bedrohung "Wenn Du nochmal von Weißwürsten schwärmst, besuche ich dich und mach dich fertig!".

Hass, Hasskommentare, Hassrede (engl. hate speech) und Hetze

Die Neudefintion und Verwendung dieser Begriffe hat sich seit ca. 2015 zunehmend stark ausgeweitet. Diese Begriffe werden meist als politische Kampfbegriffe zur Spaltung eingesetzt und sollten aus unserer Sicht daher genauer betrachtet werden. Aus unserem Sprachverständnis ist "Hass" in erster Linie immer noch eine starke, "negative" Emotion oder wie es der Duden formuliert auch: "heftige Abneigung; starkes Gefühl der Ablehnung und Feindschaft gegenüber einer Person, Gruppe oder Einrichtung".

Bei aller unstrittigen, schädlichen Einflussnahme auf Diskussionen: aus therapeutischer Sicht ist es vermutlich unumstritten, dass ein Verbot, eine Unterdrückung oder gar strafrechtliche Verfolgung dieses emotionalen Ausdruckes nicht heilsam für den "Hassenden" sein kann. Dieser Umgang kann also nicht gewollt sein auf einer Plattform, die Eigenverantwortung, Wahrhaftigkeit, Friedfertigkeit und Bewusstsein als Werte hat.

Gleichwohl kann es nicht sein, dass irgendwer mit solch heftigen Abneigungen überhäuft wird, da Hass eine Emotion desjenigen ist, der es empfindet. Sie gehört dorthin und betrachtet und nicht als Projektion zu anderen. In diesem Zusammenhang sei gemahnt, dass strafbare Inhalte wie bspw. Verleumdungen, Beleidigungen und Volksverhetzung nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

Ebenfalls nicht zulässig ist die sog. Hetze, die lt. Duden wie folgt definiert wird: "Gesamtheit unsachlicher, gehässiger, verleumderischer, verunglimpfender Äußerungen und Handlungen, die Hassgefühle, feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden, etwas erzeugen". Das wollen wir hier nicht, das entspricht nicht unserem ethischen Selbstverständnis. Wenn emotionale Kritik sich mit Ärger mischt, kann dies auch andere aufwühlen. Aber ist das bereits Hetze? Wir wäre es mit: Ja, wenn es das zum Ziel hat - Nein, wenn sich jemand Luft machen möchte? Wie sollen Moderatoren das gerecht beurteilen?

Zunehmend werden andere Meinungen, Weltbilder oder sachliche Kritik neu definiert als "Hass" im Internet verfolgt und entsprechende Beiträge, social media Kanäle oder Webseiten gelöscht oder deren Reichweite stark begrenzt. Als Beispiel seien hier die seit Juli 2019 geltenden YouTube-Richtlinien gegen "Hass" genannt, aber auch facebook löscht immer häufiger Meinungen, die nicht den Richtlinien dieser Plattform entsprechen. Möglich wird dieses globale Vorgehen gegen andere Sichtweisen durch eine sehr starke Ausweitung und Verwässerung des Hass-Begriffes: mit dieser Begründung löscht YouTube Beiträge über "falsche" Wundermittel für eine schwere Krankheit oder Behauptungen, die Erde sei flach, unabhängig von der Art und Weise der Präsentation. Google indiziert mit derselben Logik keine "unpassenden" Seiten mehr  bzw. zeigt Suchergebnisse an, die vom Gegenteil einer unbequemen Meinung überzeugen sollen und muss sich daher die Frage gefallen lassen, ob sie nun ein neutrales Such-Portal oder eine (Meinungs)Plattform sein wollen. Wir definieren andere Sichtweisen NICHT als "Hass" und sehen hier vielmehr Parallelen zur Strohmannargumentation ("reframing"):

  • Hass = abstoßend, negativ. (allgemein anerkannt)
  • Andere Sichtweisen => Hass. (Definition im Neusprech)
  • Schlussfolgerung: Andere Sichtweisen => abstoßend, negativ. (Damit ist eine Löschung leichter darzustellen; Löschung wird emotional leichter akzeptiert)

Deutlich wird dieser rhetorische Trick, wenn man anstelle des emotionalen Frames "Hassrede" den ebenso unzulässigen Frame "Liebesbekundung" hernähme und logisch betrachtet:

  • Liebe = attraktiv, positiv. (allgemein anerkannt)
  • Andere Sichtweisen => Liebe. (Definition im Neusprech)
  • Schlussfolgerung: Andere Sichtweisen => attraktiv, positiv. (Damit ist eine Löschung schwierig darzustellen: wer versteht schon, warum emotional positiv belegte Liebesbekundungen verboten oder schädlich sein sollten?)

Begründet wird der "Kampf gegen Hass im Netz" damit, dass bestimmte Äußerungen andere Menschen oder Gruppen oder deren Weltanschauungen herabsetzen würde. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass dieser Umgang mit dem sog. "Hass", der auch lediglich eine sachlich vorgetragene Meinung sein kann, missbräuchlich für "Zensur durch die Hintertür" eingesetzt werden könnte.

Aber wie steht es mit der eigenen Verantwortung seiner Empfindlichkeit gegenüber Kritik? Denn wenn sich jemand herabgesetzt fühlt, wenn ein anderer eine eigene, andere Meinung zu Themen wie Gesundheit, Politik, Religion oder Weltbildern sachlich äußert: liegt dies dann nicht in der Verantwortung des sich herabgesetzt fühlenden Menschen? Man denke nur, wie absurd es wäre, würde jemand ein Redeverbot darüber erwirken, dass die Sonne scheint, weil er sich durch die Aussage "Die Sonne scheint" verletzt fühlen würde.

Die Frage bleibt also jenseits der fragwürdigen Versuche einer sprachlichen Neudefinition, wie ein kontroverser Diskurs auf einer propagandafreien Plattform geführt werden kann bei Wahrung des Grundrechtes auf freie Meinungsäußerung und bei gleichzeitigem respektvollem Umgang miteinander. Wir laden ein zu offenem, friedfertigem, konstruktivem Austausch. Kritik ist immer willkommen, sofern sie sachlich und respektvoll vorgetragen wird. Sollten Befindlichkeiten auftreten, so empfehlen wir die Beachtung der Eigenverantwortung über eigene Gefühle sowie ein gegenseitiges Verständnis, einhergehend mit einer achtsamen Sprache. Es ist auch legitim für empfindsame Gemüter, die Kritik schlecht ertragen, eigenverantwortlich bestimmte kontroverse Dialoge zu meiden. So kann Heilung entstehen und unterschiedliche Haltungen, Meinungen, Überzeugungen, Weltbilder nebeneinander frei von Spaltung koexistieren. Das ist unser Ziel, unser Wunsch und unsere Einladung in diesem Vereinsprojekt.

Toleranz und Freiheit

Als Mitglied dieser Plattform kannst du dich innerhalb der Regeln frei bewegen. Toleranz hat zwei Aspekte: der eine ist Toleranz gegenüber Anderen (und deren Meinungen) und der zweite die Erduldung. Du musst in diesem Sinne niemanden tolerieren (lat. tolerare: ertragen, erdulden, aushalten, dulden, leiden), wenn du das nicht möchtest. Ja, erlaube dir, intolerant zu sein und verstehe die beiden Bedeutungen. Sei dir gegenüber respektvoll. Der Duden schreibt zu tolerieren: "dulden, zulassen, gelten lassen (obwohl es nicht den eigenen Vorstellungen o. Ä. entspricht)". Wie wäre es damit: Bitte lasse andere gelten und deren Haltungen, Überzeugungen, Meinungen - aber du entscheidest, inweit du andere ertragen möchtest.

Du musst nichts lesen, was dir nicht gefällt. Du musst nicht gegen etwas kämpfen, wenn du es nicht magst. Verteidige deine Meinung und stehe zu deinen Grenzen: trete ein für dich und andere - wenn es dir gut tut. Nutze die Gruppenfunktionalität und die Sperrfunktion, wenn es dir hilft, dich wohlzufühlen. Ertrage nicht, was dir schadet. Fühle dich frei, deine eigenen Kreise zu definieren: nutze dafür die Funktionalität der "Freundes"kreise und teile nur mit diesen bestimmte Beiträge, Fotos, etc. Schütze deinen Raum, sorge gut für dich. Verbinde dich mit anderen in freiem Austausch und folge dabei deinem Herzen: es kennt den Weg.

Krieg oder Frieden?

Wenn du bis hierhin gelesen hast, magst du zwei grundsätzliche Strömungen erkennen: du kannst anderen friedlich oder kriegerisch begegnen. Du kannst dich friedlich abgrenzen oder andere Überzeugungen bekämpfen. Und wenn du neutral bist, dient es eher dem Frieden oder dem Krieg oder hat es keinerlei Auswirkungen? Wir freuen uns, wenn du deine richtige Entscheidung für dich triffst und auf diese Weise die hier aufgeführten Aspekte in ihrem wahren Wesen erkennst und dich entsprechend positionierst.

Trolling

Als einer der Hauptschwierigkeiten, mit denen Internetforen konfrontiert sind, ist das Phänomen der sog. Internet-Trolls, auch als Trolling bekannt. Ich empfehle jedem Mitglied, das damit konfrontiert wird, sich näher mit den Hintergründen zu befassen, wie sie hier auf wikipedia recht gut erklärt werden:

Woran erkennt man Trolle?

  • Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich.
  • Trolle ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community.
  • Trolle richten nicht nur inhaltlichen Schaden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Community zu schüren.
  • Trolle sind innerhalb der Community isoliert (auch wenn sie manchmal eine Anhängerschaft haben) und versuchen ihre virtuelle Identität zu verbergen, etwa durch die Nutzung von weiteren Pseudonym-Konten.

Mögliche Auswirkungen auf die Community

  • Trollbeiträge können Diskussionen ausbremsen, auf Scheinthemen umleiten oder vollständig die Lust am konstruktiven Austausch verhindern.
  • Sie können die Mitglieder in verfeindete Gruppen spalten und bestehende Spaltung verstärken (sofern jene das zulassen).
  • Sie können einzelne Mitglieder diffamieren und emotional stark beschäftigen.

Gegenmaßnahmen (siehe auch wikipedia)

Es ist logistisch nahezu unmöglich, trollende Mitglieder im Vorfeld den Zugang zum Austausch zu verwehren. Dennoch gibt es geeignete Gegenmaßnahmen, die den Schaden durch Trolling minimieren.

  • Nicht füttern! Die destruktive Gesprächskultur von Trollen zielt darauf ab, zu provozieren. Nicht immer sind diese Provokationen leicht zu belegen. Fast immer wird durch eine auf die Provokation entgegnende Antwort (=den Troll füttern) das Ziel des Trolls erreicht, denn er bekommt Aufmerksamkeit, führt das Gespräch und verhindert damit den eigentlichen Austausch. Daher ist es eine ratsame Strategie, gar nicht auf die Provokation einzusteigen, sie zu ignorieren und ruhig/sachlich zu bleiben: denn sie hat kein inhaltliches Ziel, das konstruktiv zum Thema beitragen will. Zur Unterstützung eignet sich Punkt 2, die Sperre.
  • Sperre: Mitglieder können als unangenehm empfundene Mitglieder für sich sperren bzw. blockieren. Für die Dauer dieser Sperre wird den sperrenden Mitgliedern das möglicherweise trollende Mitglied und seine Beiträge nicht mehr angezeigt, womit die Provokation für den Sperrenden entfällt. Es ist solange wechselseitig kein Kontakt mehr möglich. Diese Option besteht natürlich auch für andere Mitglieder, nicht nur für "Trolle".
  • Meldung: Es besteht die Möglichkeit, vermeintlich trollende Mitglieder zu melden. Die Moderation wird solchen Meldungen nachgehen und bei Verdacht auf Trolling Beiträge löschen, den Störer daraufhin ansprechen, verwarnen oder vom Forum ausschließen und damit die Mitgliedschaft kündigen. Eine solche Entscheidung ist i.d.R. nicht verhandelbar.
  • Gruppen: Bei Themen, die dazu geeignet sind, Trolling einzuladen, gibt es die Möglichkeit, den gewünschten Austausch mit geeigneten Mitgliedern in einer geschlossenen oder geheimen Gruppe durchzuführen. Mitglieder, die dafür nicht passend erscheinen, können dann (wie alle nicht-Gruppenmitglieder) nicht am Austausch teilnehmen und ihn auch nicht von außerhalb der Gruppe verfolgen. Der Gruppenmoderator bzw. Gruppeneröffner hat alle Moderationsrechte und -verantwortung innerhalb dieser Gruppe.

Zensur oder angemessene Löschung?

Es kann sein, dass die Moderation entscheidet, einen Beitrag eines Mitglieds zu löschen. Dies führt meistens zu Unmut oder Unverständnis, oft verbunden mit dem Vorwurf der Zensur. Aber wann ist es Zensur und wann die Einhaltung von Forumsregeln und Netiquette?

Der Duden definiert Zensur wie folgt:

"von zuständiger [...] Stelle vorgenommene Kontrolle, Überprüfung von [Inhalten], besonders auf politische, gesetzliche, sittliche oder religiöse Konformität"

Man sieht hier bereits die Widersprüchlichkeit bzw. Kontextabhängigkeit: politische, religiöse oder gesetzliche Konformität.

Selbstredend ist es nicht gestattet, gegen Gesetze zu verstoßen, auch nicht innerhalb eines Vereins. Das betrifft neben groben Beleidigungen und ähnlichen Verstößen gegen die Netiquette ebenso eine vereinsinterne "Veröffentlichung", also Bekanntgabe von Daten anderer, wie z.B. Adresse oder Telefonnummer. Andererseits gibt es keine Vorgaben bezogen auf politische oder religiöse Konformität, sofern sie frei von Gewalt oder Extremismus sind. Diese Zensur wäre Ideologie.

Beim Thema der Löschungen von Inhalten bauen wir auf die Einsicht der Mitglieder, die von einer Löschung betroffen sind. Unsere Moderatoren sind immer bemüht, so klug, weise, allparteilich und neutral wie möglich innerhalb der Statuten, Netiquette und Gesetze im Sinne der Mitgliedergemeinschaft zu handeln. Sie freuen sich, wenn sie diesbzgl. wenig zu tun haben.

Treffe Entscheidungen!

Der Tag beginnt meistens mit deiner Entscheidung, aufzustehen oder liegenzubleiben. Tausende Entscheidungen werden folgen, jeden Tag. Für jede trägst Du deine eigene Verantwortung. Du hast jetzt die Entscheidung getroffen, diese Seite zu lesen. Vielleicht hast du dich auch entschieden, Mitglied auf dieser Plattform zu sein. Nahezu alle Mitglieder werden die Entscheidung getroffen haben, die Nutzungsbedingungen zu respektieren, zumindest aber zu akzeptieren. Nur sehr wenige werden, bewusst oder unbewusst, sich nicht für einen respektvollen Umgang entschieden haben. Sie leben in ihrer Entwicklung vielleicht die Erfahrung der verbalen Gewalt, des Krieges, möchten andere Menschen wegen ihrer anderen Überzeugung bekämpfen. Es ist immer die eigene Verantwortung und Entscheidung.

Unser Apell: versuche, liebevoll mit anderen zu kommunizieren. Wir sind alle Menschen auf demselben Planeten, den wir brauchen und lieben. Wer tatsächlich niemanden und nichts liebt, ist höchstwahrscheinlich tief verletzt und kann sicher heilende Unterstützung brauchen. Wir sind Teil einer planetaren Lebensgemeinschaft. Wir sind unterschiedlich, gleichberechtigt, aber nicht gleich. Werde ein Teil derer, die sich nicht spalten lassen und die Bewusstsein hineinbringen, wo noch Unfrieden herrscht. Jemanden respektieren bedeutet nicht, sich unterzuordnen oder ihm/ihr "Recht zu geben".

Wenn Du jemand triffst, der die eigene Entscheidung getroffen hat, gegen dich oder andere Krieg zu führen, und sei es nur in der Sprache, erinnere ihn/sie friedlich daran. Wenn es dir nicht friedlich gelingt, dann verurteile dich nicht. Sei freundlich zu dir und anderen! Beschreibe deine Emotionen, aber bleibe bei dir! Und wenn du zu denen gehörst, die - entgegen der Regeln - ihren Krieg hier leben möchten, dann sagen wir dir im Namen der Mehrheit in diesem Forum: hier ist kein Raum für deinen Krieg. Wir respektieren deine Entscheidung, aber wir teilen und tolerieren sie nicht. Es gibt immer noch genügend andere Plätze, wo du dich ausleben kannst. Finde deinen Weg.

Für alle anderen gilt: wir freuen uns, dass du als Mitglied zu einem angenehmen Dasein auf der Insel beiträgst. Danke dir!

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